Die 31. Seniorenreise, die von Priester i. R. Dieter Schneider (Gemeinde Greiz) mit großer Sorgfalt, viel Detailarbeit und Präzision vorbereitet, organisiert und begleitet wurde, führte die reisefreudigen Senioren in das österreichisch-ungarische Burgenland. In der historisch bewegten Region rund um den Neusiedler See gab es täglich viel Interessantes und Bewundernswertes zu entdecken.
Ausgangspunkt der Tagesausflüge war jeweils die ungarische Grenzstadt Sopron. Von dort aus führten die Fahrten in verschiedene Richtungen – unter anderem in die Hauptstädte Bratislava und Wien sowie in die reizvolle Natur der Region. Auf dem abwechslungsreichen Programm standen eine Wanderung auf den Schneeberg, den höchsten Berg Niederösterreichs, eine Schifffahrt auf dem Neusiedler See, eine Kutschfahrt durch das Naturschutzgebiet der Puszta sowie eine Weinverkostung. Zu den Höhepunkten gehörten auch die Stadtbesichtigungen von Bratislava und Wien mit ihren zahlreichen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten. Ebenso beeindruckend waren die Führungen durch das Schloss Schönbrunn in Wien und das Esterházy-Schloss in Fertőd nahe der ungarisch-österreichischen Grenze.
Besonders bewegend war der Besuch der Gedenkstätte des Paneuropäischen Picknicks. Dort wurde im August 1989 erstmals die ungarische Grenze – damals Teil des Eisernen Vorhangs – für wenige Stunden geöffnet. Die Erinnerungen an diese Zeit gaben Anlass zu einem gemeinsamen Dankgebet für die friedlichen politischen Veränderungen, die darauf folgten. Gleichzeitig wurden auch jene Menschen in die Fürbitten eingeschlossen, deren Hoffnungen und Erwartungen sich später nicht vollständig erfüllten.
Damit niemand in den weitläufigen Schlossparks oder auf den anspruchsvolleren Wegstrecken ermüdete, sorgte der umsichtige Reiseleiter stets für passende Transportmöglichkeiten. So standen bei Bedarf Tschu-Tschu-Bahnen oder eine Zahnradbahn zur Verfügung.
Auch einige unerwartete Ereignisse wurden Dank der Gemeinschaft gemeistert. Ein Ehepaar wurde im Gedränge in Wien bestohlen. Zudem führte ein großflächiger Stromausfall im Hotel unmittelbar vor der Abreise zum Ausfall der Aufzüge, wobei ein Mitreisender vorübergehend eingeschlossen war. Da das Gepäck aus fünf Etagen nur noch über das Treppenhaus transportiert werden konnte, waren sofort zahlreiche Helfer aus den eigenen Reihen zur Stelle. Die Reisegruppe bewies dabei eindrucksvoll Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.
Ein besonderer Höhepunkt war die Möglichkeit, den Abschlussgottesdienst des Bezirkstages im Kirchenbezirk Plauen live mitzuerleben. So konnten die Reiseteilnehmer den Gottesdienst mit Apostel Mike Dietel im ungarischen Hotel in Sopron miterleben.
Die gemeinsam erlebte Woche mit über 2.400 km Wegstrecke war geprägt von zahlreichen Unternehmungen, guten Gesprächen und gelebter Gemeinschaft. Die vielen schönen Erinnerungen wecken bereits jetzt die Vorfreude auf die angekündigte Seniorenreise im Jahr 2027.
Neuapostolische Kirche