Grund zur Freude: Gott ist da!

Plauen. Zum Abschluss eines besonderen Tages, dem ersten Bezirkstag im Kirchenbezirk Plauen, diente Apostel Mike Dietel am Nachmittag des 7. Juni 2026 mehreren hundert Gottesdienstbesuchern in der Gemeinde Plauen sowie zahlreichen Glaubensgeschwistern per IPTV-Übertragung - darunter auch die 50 Seniorenreise-Teilnehmer, die sich zu diesem Zeitpunkt im Burgenland/Österreich aufhielten.

Zuvor hatten die TeilnehmerInnen des Bezirkstages viel Freude bereits während der Chorprobe, der Stadtrundfahrt, Vorträgen zu geistlichen Themen, zahlreichen Begegnungen und Gesprächen, Basteln u.v.m.. 
Nun gipfelte dieser Tag in einem Gottesdienst, in dem auch im Fachbereich Musik eine neue Ära eingeleitet werden sollte. Doch dazu später mehr.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort Lukas 10,20 zugrunde: "Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind."

Ich bin da!

Bevor sich Apostel Dietel dem Bibelwort zuwandte nahm er erst einmal Bezug auf das verklungene Chorlied "Ich bin da". Dieses Lied habe durch Text und Musik vielschichtige Emotionen ausgelöst, so Apostel Dietel. Es handelt von Gottes unumstößlichen Versprechen, die KONSTANTE im Leben aller Menschen zu sein - unabhängig davon, ob man an IHN glaubt oder nicht.

Wer kennt das (nicht)? Wir durchleben gerade eine Situation, die unsere Gedanken beherrscht, die uns stresst, in der wir sprichwörtlich "festsitzen". Liebgemeinte Hinweise und Ratschläge, wie wir unsere Situation ändern könnten, finden wir unangebracht. Wir fühlen uns unverstanden und verlieren mehr und mehr das Gefühl für unser Umfeld. Wir kapseln uns ab. ... Nehmen wir in solchen Augenblicken wahr, dass Gott da ist? Vermutlich nicht. 

Was kann uns da helfen? Apostel Dietel stellte Kinder in den Mittelpunkt. Er beschrieb das Bild, dass sich ihm während des Liedvortrages darbot: Zwei Kleinkinder wollten unbedingt zu ihrer Mama, die gerade als Geigenspielerin im Einsatz war. Sie "entwischten" ihrem Papa, setzten sich an die Stufen des Altars, zu Füßen ihrer Mama, und beobachteten wie Chor und Instrumentalisten miteinander musizierten. 
Apostel Dietel erinnerte uns anhand seiner Beobachtung an die unverfälschte, reine, vorurteilsfreie Beobachtungsgabe der Kinder, an ihren Aktionismus, ihre Freiheit intuitiv zu handeln. Sie wägen nicht ab und hinterfragen. Kinder lernen durch beobachten und ausprobieren Sie zeigen uns, wie wir (wieder) lernen mit den Augen des Herzens Situationen wahrzunehmen und zu erleben.

Freude - ein starkes, positives Gefühl

Freude hat eine große Bedeutung für unser Leben.  Es ist eine stimulierende Emotion. Ein Lächeln, eine freudige Begrüßung können unter Umständen zu "Seelsorgenden" Gesprächen werden.

Worüber freuten sich nun die Jünger?
Zunächst beschrieb Apost Dietel die damalige Situation, aus der das Bibelwort stammt: Jesus sandte zweiundsiebzig Jünger zu Paaren aus, in die Städte und Ortschaften, in die er in Kürze gehen wollte. Sie hatten die Anweisung, ohne Umweg, geradewegs dorthin zu gehen und die Botschaft von seinem Kommen zu verbreiten. Außerdem hatte der Gottessohn ihnen eine spezielle Grußformel und genaue Handlungsanleitung für ihre Zeit vor Ort an die Hand gegeben. Ohne Geld, nur mit dem, was sie auf dem Leib trugen, sollten sie sich auf den Weg machen.
Am Ziel angekommen taten sie wie geheißen: Dort, wo sie aufgenommen wurden, heilten sie Kranke und verkündeten, dass Jesus bald kommen werde. Nach Auftragserfüllung kehrten sie zu Jesus zurück - überwältigt und voller Freude angesichts ihrer Kräfte und Gaben. Jesus dämpfte jedoch ihre Euphorie und verwies darauf, was das Wesentliche ist: nämlich nicht ihre Taten im Namen Gottes, sondern, dass Gott sie kennt.  

Was soll uns das sagen?
Gott kennt auch dich und mich. Er liebt uns. Er begleitet uns. Wir sind jedoch nicht automatisch Gottes Kinder. Dafür müssen wir Voraussetzungen erfüllen:

  1. Die Anmeldung bei Gott: Das sind die Heilige Wassertaufe und Heilige Geistestaufe.
  2. Die Autorisierung - sprich: der Zugang zu Gott. Diesen erhalten wir durch unseren Glauben.
  3. Die zuvor genannten Zugangsvoraussetzungen müssen wir aktiv halten.

Wenn wir in der Verbindung zu Gott bleiben, haben wir Freude, die ein nie versiegender Kraftquell ist. Denn dann werden wir unseren Glauben erleben. Wir werden wahrnehmen wie Gottes Nähe sich in unserem Leben zeigt. Darüber hinaus wollen wir unserem Nächsten doch gönnen, dass er ebenfalls Gottes Nähe findet.

Freuen wir uns darüber, dass:

  • Gott uns frei macht.
  • Gott Geduld mit uns hat.
  • Gott uns (be)stärkt.
  • Gott uns vielfältige Gaben und Kräfte schenkt, die unser Gemeindeleben bereichern und beleben.

Seien wir uns bewusst, dass es um unser Seelenleben oder unseren Seelentod geht. In der himmlischen Heimat wollen wir dann einmal sagen können: "Gott sei Dank. Wir sind da." Das ist dann unsere größte Freude.

Wechsel im Fachbereich Musik im Apostelbezirk Süd

Vor dem Abschluss des Gottesdienstes wurde Evangelist Jürgen Gerisch von seiner Aufgabe als Fachberater Musik im Apostelbereich Süd entbunden. Apostel Dietel dankte dem scheidenden Fachberater für seine jahrzehntelange (ehrenamtliche) Tätigkeit in den vielen Aufgabenfeldern der Musik. Jürgen Gerisch hat über Generationen hinweg gefördert und begleitet, die Musiklandschaft im Apostelbereich und darüber hinaus in der Gebietskirche maßgeblich geprägt und mitgestaltet. Dabei ist er stets ein Mann der leisen Töne geblieben - zurückhaltend und bescheiden. Ev Gerisch arbeitete in diesem Zeitraum mit den Aposteln Wosnitzka, Wittich und zuletzt Dietel zusammen.

Als neuen Fachberater Musik für seinen Arbeitsbereich setzte der Apostel den Vorsteher der Gemeinde Rockendorf – Evangelisten Ralf Franz. Er dankte ihm von Herzen für sein „Ja“ zu dieser neuen Aufgabe und brachte seine Vorfreude auf die zukünftige Zusammenarbeit zum Ausdruck. Er wird die musikalische Entwicklung auf seine Art gut weiterführen und neue Impulse setzen - immer mit dem Ohr an der Gemeindebasis und dem Blick für Gaben. "Die Musikförderung möge Herzenssache sein - mit der Sicherheit: Gott ist mit dir!", so Apostel Dietel.

 

Den Gottesdienst gestalteten der "Bezirkstagschor", Instrumentalisten und Solisten eindrucksvoll mit.