Hoher Besuch am Jahresanfang

Bischof Ralph Wittich hatte sich zum Besuch in der Gemeinde angekündigt, aber dass der Bürgermeister einem Gottesdienst beiwohnen wollte, dass wussten die Gemeindemitglieder vorher nicht. Dieser Abend war gleichzeitig der Auftakt zum Festjahr „125 Jahre Gemeinde Schleiz“.

Herzlich begrüßen konnte der Bischof den anwesenden Bürgermeister der Stadt Schleiz, Herrn Juergen K. Klimpke. Durch mehrere Kontakte in der Vergangenheit war der Wunsch geweckt worden, einmal einen Gottesdienst in der neuapostolischen Gemeinde mit dem in „seiner“ Stadt lebenden Bischof Ralph Wittich erleben zu wollen. Dazu bot der Gottesdienst eine schöne Gelegenheit.

In der lebendigen, durch zahlreiche Beispiele aus dem Leben und aus dem biblischen Kontext geprägten Predigt betonte der Bischof, dass jeder Mensch Gott vorbehaltlos vertrauen kann. Man vertraut dem, der Kompetenz hat. Die Kompetenz Gottes zeigt sich darin, dass er

  • die Wahrheit verkörpert,
  • allmächtig und gerecht ist,
  • immer göttliche Liebe und Gnade walten lässt,
  • trösten kann.

Der Gemeindechor setzte in diesem besonderen Gottesdienst den Schlusspunkt: Aus dem Chorbuch „Glory to God – englische Chormusik aus 5 Jahrhunderten“ sang der Chor unter der Leitung von Stefan Kothner eine ins Deutsche übersetzte Version eines ehemaligen Kanons „O Herr, mein Gott, jetzt vor der Nacht“. Diesen hatte der englische Organist Kenneth Brown für Chor und Orgel bearbeitet. Dem anfangs einstimmigen Gesang folgte der zweistimmige und zum Schluss die fulminante Vierstimmigkeit.

Nach dem Gottesdienst fand sich noch Gelegenheit, bei einem Imbiss ins Gespräch zu kommen. Das Stadtoberhaupt bekam seine zahlreichen Fragen zur Gemeinde Schleiz und der Neuapostolischen Kirche insgesamt beantwortet, auch zur schwarz-weißen Anzugordnung, unserer „Dienstkleidung“. Sehr angetan zeigte sich der Bürgermeister über die derzeitigen Bemühungen hinsichtlich der Gespräche zwischen den christlichen Kirchen im Umkreis der Stadt.

Die Gespräche, so betont Gemeindevorsteher, Hirte Siegfried Rögner, waren angenehm, wohltuend und sachlich.

Text: U.S. / Fotos: S.R.