Die wunderbarste Zeit ist nah

Da die Räumlichkeiten im eigenen Gemeindezentrum für die Durchführung des Adventskonzertes nicht ausreichend sind, veranstaltet die Gemeinde Schleiz ihr Adventskonzert in der nahe gelegenen St.-Martins-Kirche in Oettersdorf. Eine Überraschung erlebten die Kinder des Kinderheimes Burgk bei Schleiz.

Schnell füllte sich die St.-Martins-Kirche in Oettersdorf an diesem Samstagabend. Gemeinsam hatten der Heimatverein „Elschenbach e.V.“ und die NAK-Kirchengemeinde Schleiz zu diesem Benefizkonzert in das eigenwillig, sechseckig gebaute Gotteshaus der ev.-luth. Kirche eingeladen. „Dass gemeinsame Aktionen erfolgversprechend sind, erwies sich an diesem Abend“, so berichtet die Ostthüringer Zeitung nach diesem Konzert.

In der Lokalzeitung war zu lesen:

Mit "Machet die Tore weit" von Johann Heinrich Lützel eröffneten die Bläser von der obersten Empore herunter das Konzert. Später erklang vielstimmig Händels "Tochter Zion, freue dich", vom Chor mit geschulten Stimmen in hoher Qualität dargeboten. Zirka 30 Sängerinnen agierten auf einer Seite des Altars, auf der anderen Seite ebenso viele Männerstimmen. Stefan Kothner dirigierte. Unterstützt von der Akustik in der Kirche hallte der mal kräftige, dann wieder sanfte Chorgesang von den Kirchenwänden wider - ein besonderes Hörerlebnis nicht nur für Musikkenner. Stefan Kothner hatte die gesamte Leitung, begleitete aber auch am Klavier. In diesem Fall dirigierte Eric Röhlig den Männer- und Ines Georgi den Frauenchor. Abwechselnd und zusammen gestalteten die Chorsänger das Programm, zeitweise unterstützt vom Orchester. Bekanntes und weniger Bekanntes erklangen im Wechsel. Manchmal kraftvoll, wie "Nun freut euch, ihr Christen" von Colin Mawby, oder empfindsam, leise. Dazu gehörten "Es ist ein Ros entsprungen" von Praetorius und "Stille Nacht" von Otto Abel. Dieses Lied gestaltete der Tenor Stefan Karth gemeinsam mit dem Chor.

Bekannt ist, dass die neuapostolische Gemeinde neben den vokalen auch viele instrumentale Talente fördert. Das konnten die Lauschenden nachvollziehen beim "Concerto pastorale" von Molter, meisterlich dargebracht von den Streichern und Basso continuo. Sehr lebendig und lustig zeigte sich der Kinderchor unter der Leitung von Monique Röhlig. Der Abend endete mit dem Titel von John Rutter "Die wunderbarste Zeit ist nah", zu Herzen gehend interpretiert vom Chor, begleitet von Stefan Kother am Klavier. Der Beifall am Ende zollte den Akteuren des Programms höchste Anerkennung. Dafür gab es "Stille Nacht" als Zugabe.

Nach dem Konzert konnte der Gemeindevorsteher, Hirte Siegfried Rögner, einen Scheck in Höhe von 400 EUR an das Kinder- und Jugendheim Burgk übergeben. Das Gemeindemitglied Theresa Müller, die selbst einige Zeit in diesem Heim pädagogisch gearbeitet hat, hatte diese Hilfe initiiert. Mit einigen Zeilen bedankten sich die Begünstigten für die großzügige Spende. „Eine so große Herzlichkeit haben sie vorher noch nie erlebt“, ist da zu lesen.

Text U.S. / Fotos: S.R. u. R.K.