„Siehe, ich verkündige euch große Freude“

Anstatt eines Weihnachtskonzertes, bisher im Wesentlichen vom Gemeindechor gestaltet, übernahmen in diesem Jahr die Kinder der Gemeinden Schleiz und Mühltroff das Zepter und besangen, rezitierten und gestalteten mit ihren schauspielerischen und instrumentalen Begabungen die biblisch bekannte Weihnachtsgeschichte.

In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte Bezirksevangelist Hans Franz den hohen Wert des Vorhandenseins von Kindern – auch in den neuapostolischen Gemeinden. Er versprach nicht zu viel, wenn er den zahlreichen Besuchern talentierte Kinder aus den beiden Nachbargemeinden ankündigte. Neben den Gemeindemitgliedern konnte er fast 80 Gäste, darunter auch einige Kinder, begrüßen. Nicht nur für sie ging es eng in den Bankreihen zu, sondern auch die Mitwirkenden auf der „Bühne“ mussten sich in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken. Das tat jedoch der besonderen weihnachtlich-besinnlichen Stimmung keinen Abbruch.

Das Programm mit der Darstellung der Weihnachtsgeschichte war eingebettet in ein kleines Vor- und Nachprogramm, gestaltet durch einige Gesangs- und Instrumentalgruppen der beiden Gemeinden. So erklang ein Orgelvorspiel zu „Macht hoch die Tür“ durch Stefan Kothner und das Kinderorchester spielte „Tausend Sterne sind ein Dom“. Erstaunlich, wie viele der Kinder bereits sehr gute Fortschritte beim Erlernen eines Instrumentes machen konnten. Hier wirkt sich insbesondere die kontinuierliche Nachwuchsarbeit durch Susanne Kothner positiv aus.

Nun folgte die Weihnachtsgeschichte. 18 Kinder brachten die Geschehnisse um die Geburt Jesu eindrucksvoll in Erinnerung. Der Sprecher zitierte aus dem Lukasevangelium, unterbrochen von den jeweiligen Aussagen der Hirten, der Maria oder der drei Weisen. Passende Weihnachtslieder wie „Maria durch ein Dornwald ging“, „O Jesulein süß“, „Als ich bei meinen Schafen wacht“, „Stern über Bethlehem“ oder die „Hirtenmusik“ fügten sich in die Aufführung der Kinder ein. Hier wirkten z.B. eine Bläsergruppe, eine Männer- und Frauenchorgruppe, der Kinderchor und verschiedene Instrumentalbesetzungen mit. Ein Vorspiel zum gemeinsamen Gesang bei „Stille Nacht, heilige Nacht“ gestalteten die beiden einfühlsam intonierten Gitarren gemeinsam mit der Orgel. So reihte sich Höhepunkt an Höhepunkt mit weiteren solistischen Programmbestandteilen wie das Tenorsolo von Stephan Karth, der Peter Cornelius' „Drei Kön'ge“ sang – begleitet durch Stefan Kothner am Klavier.

Nach lang anhaltendem Beifall und der an die Zuhörer gerichteten auffordernden Zugabe „Tragt in die Welt nun ein Licht“ inszenierte die „Programmchefin“ Heike Sensbach für die Kinder einen beeindruckenden Abgang. Alle trugen symbolisch ein Licht hinaus in die Dunkelheit dieses Abends, während die Instrumentalmusik leise und zum Nachdenken anregend weiterklang.

Diese Eindrücke konnten die Teilnehmer und begeisterten Besucher abschließend bei Tee, Glühwein und Plätzchen gemeinsam „verarbeiten“.