Altpapier für die Hungerhilfe Ostafrika

Die Kinder der Gemeinde Mühltroff sammelten mit Begeisterung Unmengen von Altpapier. Der unerwartet hohe Erlös wurde für die Hungerhilfe in Ostafrika gespendet. Aber auch noch manch andere Überraschung gab es während der Sammlung.

Am Anfang war zunächst eine spontane Idee. Dann folgte die Tat: Die sieben Kinder der Gemeinde und die Schulfreundin eines der Kinder machten sich mit mehreren Rollerwagen auf den Weg durch ihre Wohnorte. Unter Leitung ihrer Sonntagsschullehrerin Ute Zimmermann und ihrer Kinderchorleiterin Kathleen Röhlig verteilten sie eine Woche vor der großen Sammelaktion Handzettel an alle Haushalte, auf denen sie den genauen Abholzeitpunkt bekannt gaben.

Insgesamt waren 20 anstrengende Stunden notwendig, um in den drei Ortschaften Mühltroff, Wüstendittersdorf und Oettersdorf 3.510 kg Altpapier - das sind 3,5 Tonnen! - zu sammeln. Mit Freude und angespornt durch die vielen anerkennenden Worte der Einwohner zogen die Kinder von Haus zu Haus. Während der drei Tage andauernden Aktion, d.h. pro Ort ein Tag, floss der Schweiß in Bächen.

Die Einwohner und die Gemeindemitglieder legten bereits gebündeltes Altpapier vor die Haustür oder übergaben zusätzlich eine finanzielle Spende. Natürlich waren für die fleißigen Sammler auch gesponserte Gummitierchen eine willkommene Sofortbelohnung.

Keiner hat die Kilometer gezählt, die bewältigt worden sind, aber den Erlös: Es kamen 743,00 Euro zusammen, die voller Stolz an NAK-karitativ für die Hungerhilfe in Ostafrika überwiesen werden konnten.

Die Bilder zeigen, dass den Kindern kein Weg zu weit und kein Papierbündel zu schwer war. Eine Betreuerin schreibt: "Die Kinder waren mit Feuereifer dabei; sie haben unermüdlich getragen, und sie haben auch nicht über den langen Fußmarsch gejammert."

Nach dieser anstrengenden, aber Freude bringenden Arbeit gab es am Abend Wiener Würstchen oder Dinoschnitzel für die eifrigen Sammler.

Text: U.S. / Fotos: K.R.